Zusammenarbeit mit BI Moosbach-Birnthon und BI „Waldschutz“

17.10.2020

Feucht - Die Bürgerinitiative Feucht "Rettet den Reichswald - Stoppt die Stromtrasse" konnte sich in einer weiteren Aktion mit Herbert Fahrnbauer in Moosbach am Gelände der geplanten PWC-Anlage sowie der angedachten Nordtrasse der Juraleitung P 53 treffen. Herr Fahrnbauer erklärte mit klaren Aussagen den aktuellen Stand zur PWC-Anlage "Mauswinkel". Zusammen kamen Herbert Fahrnbauer und einer der Sprecher der BI, Heinz Fleischmann, zum gleichen Ergebnis: Wenn die Stromtrasse auf diesem Gelände kommen sollte und die Bagger vor Ort arbeiten, dann würde im gleichen Bauabschnitt sicherlich auch die PWC-Anlage gebaut werden. Beide waren sich darin absolut einig, dass die PWC-Anlage sowie auch die Stromtrasse Juraleitung P 53 verhindert werden müssen. Der Slogan des Aktionsbündnisses Trassengegner "Zerstört Brutal" wäre hierbei leider zu treffend. Dem gilt es mit friedlichen und demokratischen Mitteln entgegen zu treten.

Der Nürnberger Reichswald umfasst eine Fläche von ca. 25.000 ha. und ist somit das fünftgrößte geschlossene Waldgebiet Bayerns. Aufgrund seiner Artenvielfalt von Flora und Fauna sollte der Wald besonders geschützt werden und wurde deshalb als Bannwald, Vogelschutzgebiet und Natura-2000-Gebiet ausgewiesen. "Sollen alle diese Schutzgebiete nichts mehr zählen?" so fragt Heinz Fleischmann von der Bürgerinitiative.

Herbert Fahrnbauer, seines Zeichens auch Mitinitiator und Sprecher der Bundesbürgerinitiative "Waldschutz", zeigte den Teilnehmern des Rundganges ebenso die massiven Eingriffe in den Reichswald durch die Harvester. Die sogenannten "Rückegassen" der Harvester sollten sich eigentlich in Abständen von mindestens 30 - 35 Meter befinden. Diese Abstände werden in dem besichtigten Waldgebiet nicht eingehalten. Bestehende Bäume wurden beschädigt und der "Kahlschlag" im Waldgebiet an der Autobahn A6 nähe der Unterführung nach Birnthon wurde von allen Beteiligten mit Schrecken zur Kenntnis genommen. Sind das bereits erste Abholzungen für die geplante Stromtrasse? Man will diesem "Anblick" gefällter Bäume nachgehen und was der Grund der umfangreichen Abholzung ist, so BI-Sprecher Fleischmann.

Herbert Fahrnbauer und Heinz Fleischmann bekräftigten zum Abschluss der gemeinsamen Aktion den Wunsch, dass die BI´s "Rettet den Reichswald - Stoppt die Stromtrasse", BI Moosbach-Birnthon und BI "Waldschutz" zukünftig enger zusammen arbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Diese Zusammenarbeit ist für die Feuchter BI gegen die Stromtrasse natürlich eine großartige Sache, da seitens der BI Moosbach-Birnthon bereits seit 2010 vorbildliche Arbeit gegen den Bau der PWC-Anlage wie auch anderer Objekte geleistet wurde und dieser Erfahrungsschatz kann im Streben gegen den Bau der Stromtrasse Juraleitung P 53 nur von Vorteil sein.

Autor: Heinz Fleischmann, Nadine Adam, Philip Bauer